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Hohetor-Fahnenjäger

Die Fahnenjage-Gesellschaft von 1919 e.V. ist der einzige Verein, der sich ausschließlich mit dem Thema
Fahnenjagen /Ringstechen befasst. Nur hier reitet der Clown und ruft das Fahnenjagen im Hohen Tore zu Braunschweig aus. Zwischen Madamenweg und Kreuzstaße findet auf der Festwiese jährlich das große FahneGruenderbildnjagen statt. Eine 90 jährige Tradition verbindet die Mitglieder des Braunschweigischem Westlichen Ringgebietes mit dem jahrhunderte alten Ringstechen. Einige Bürger und Pferdebesitzer im Hohen Tore versprachen sich, nach den Schrecken des ersten Weltkrieges, jährlich ein gemeinsames Stadtteilfest in Form eines alt hergebrachten Ringstechens zu organisieren und durch zu führen. 1919 war es dann soweit, das erste Fahnenjagen im Hohen Tore fand unweit der alten Ziegelei am Madamenweg statt. Inzwischen besteht unser Verein 90 Jahre. Bis heute ist kein Ermüden der Aktivität zu verspüren. Wir streben nun dem 100 jährigen Gründungsjahr mit vollem Elan entgegen.

Wie  entstand das Fahnenjagen?

Schon seit dem frühen Mittelalter wurde bei den Turnieren auf den  europäischen Fürstenhöfen , neben verschiedenen Turnieren und Wettbewerben, auch das Ringstechen (oder Ringreiten) ausgetragen. In hohen Mittelalter entwickelten sich  daraus Turniere mit scharfen Waffen, das sogenannte "Scharfstechen" im Zweikampf der Ritter. Im 16.Jahrhundert gingen dann diese brutalen Wettkämpfe in das "Carousse" über, wobei im Galopp mit der Lanze ein im Torbogen oder am Seil hängender Ring gestochen (abgenommen) werden mußte.
In fast gleicher Art, wird heute noch in  Schleswig-Holstein, Niedersachsen (z.B. Braunschweig Hohe Tor) und in Dänemark das Ringreiten durchgeführt. Der Wettstreit wurde von Anfang an mit einem kleinen Ring (ca. 20 cm, kleiner werdend bis 50 mm Durchmesser) ausgetragen. In der Braunschweiger Region sind die Wettkämpfe aus den  Reiterspielen hervorgegangen, die zu Pfingsten von den Landbauern, den  Pferdejungen und Knechten zu Pferd oder zu Fuß ausgetragen wurden.

Trotz des Verbotes zur Durchführung des Ringstechens - durch Herzog Karl I (vom Dezember 1745) - wurden nach etwa 150 Jahren der Ruhe, die Reiterspiele neu belebt. Die Menschen und die Zeiten hatten sich eben geändert. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde nun auch wieder in Braunschweig, im „Hohen Tore“, ein erstes Ringstechen veranstaltet.
Ein sich entwickelndes Reglement besagte, daß  ein großer und ein kleiner König ( dieses ist wohl auf die Schützenfeste  zurückzuführen) in mehreren Durchgängen ausgeritten wird. Nach der Braunschweiger Spielart verringert  sich mit jedem Durchgang der Durchmesser der zu stechenden Ringe .

Dem ersten und zweiten König winkt als Siegeszeichen, eine hölzerne Fahne in Form einer Ulanen-Lanze.   Wer kein so großes Glück hatte, bekommt zum Schluss einen Nuckel verpasst.

Nach dieser großen Trophäe (Fahne), wurde nach dem 1. Weltkrieg 1919 unser Verein benannt.

Fahnenjage-Gesellschaft  Hohetor von 1919 e.V.